Aktivitäten | Meran & Umgebung - Südtirols Süden
„Pilgern“ zum Heu-Walter am Niedersteinhof
Wir starten beim bekannten Sandwirt, dem Geburtshaus von Andreas Hofer. Hier schlendern wir den Gandöllenweg taleinwärts Richtung St. Leonhard. Unter der Brücke geht es dann an den Sportplätzen und der Kletterhalle vorbei immer weiter der rauschenden Passer entlang. Dieser Kreuzweg führt uns nach etwa einer halben Stunde zum Weiler Gomion, dem Standort eines sehr schön erhaltenen Schildhofes. Ein besinnlicher Moment in der dortigen Kapelle ist allen anzuraten.
Von Gomion nach St. Leonhard
Mit geistigem Segen geht es nun ca. 50 Meter wieder talauswärts, wo wir vorsichtig die Straße überqueren und den Weg Nr. 10 Richtung Stuls emporsteigen. Die saftigen Wiesen sind übersäht von zahlreichen Blumen und nach ca. 20 Minuten verlassen wir den Weg Nr. 10 und zweigen am Weg Nr. 7 ab in Richtung St. Leonhard. Es dauert nicht lange, bis wir beim Niedersteinhof ankommen. Jungbauer Walter Moosmair führt uns auf seinem Biolandhof durch den Stall, vorbei an Kühen, Kälbern, Hennen und Schweinen und begleitet uns dann zu seinem Stadel, der Zentrale der Südtiroler Bergwiesenheu-Genossenschaft.
Heukissen, Heubäder, Heusuppe
Geduldig erklärt uns der findige Biobauer die besondere Qualität des Heus, das für Heukissen, Heubäder und für die leckere Heusuppe verwendet wird. Hunderte von verschiedenen Kräutern geben dem Heu die „besondere Stärke“. Allein die Idee, das Heu so zu vermarkten, zeigt den Pioniergeist des Landwirts. Wir nehmen uns ein Stück Passeier mit – ein Säckchen Bergheu mit dem Heusuppen-Rezept. Bevor wir weitergehen, entdecken wir noch das heimliche Hobby des Passeirer Unikats. An die hundert verschiedene Radiomodelle haben er und seine Familie in der Garage neben den verschiedenen Auszeichnungen als kreativster Jungbauer gesammelt.
Vom Niedersteinhof führt unser Weg abwärts durch den Wald in Richtung St. Leonhard. Nach ca. 20 Minuten Waldweg treffen wir auf die Jaufenstraße, der wir einen kurzen Abschnitt entlang vorsichtig folgen müssen. Wir kommen nun in das Passeirer Hauptdorf St. Leonard, wo wir uns dann kurz hinauf zur Jaufenburg schlängeln. Diese Burganlage bietet einen schönen Blick talauswärts, und von weitem sieht man auch die ferne Laugenspitze. Anschließend geht es wieder eine halbe Stunde hinunter Richtung Sandwirt.
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