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Aktivitäten | Vinschgau

Ortlerumrundung mit Cevedalebesteigung Tag 3

Level

Schwer

Dauer

12 h

Strecke

24,57 km

Max. Höhe

3 756 m

Aufstieg

1800 m

Abstieg

1521 m

Start zur Königsetappe. Gleich früh morgens nach dem üppigen Frühstück starten wir im Tagesanbruch hinunter zum nahegelegenen See neben der Martellerhütte. Wir stapfen den Weg 103 weiter bis wir alsbald zur Gletscherzunge gelangen. Anfangs haben wir noch Sonnenschein, aber der Wetterbericht sagt uns, dass Nebel aufzieht und die Orientierung auf dem Gletscher schwieriger wird. Wir sind an der Gletscherzunge des Fürkeleferners angekommen und ziehen die Steigeisen an. Ein komisches Gefühl, aber ohne, wäre diese Tour nicht machbar. Das blanke Eis wird mit unzähligen Steinen übersäht und man hört hie und da schon mal einige Steine die herunterkullern. Es dauert nicht lange bis wir zu den ersten Spalten kommen. Ohne einen Bergführer oder gletschererfahrenen Bergsteiger, welcher diesen Berg schon einmal gemacht hat, ist diese Etappe nicht ratsam. Wir kommen stetig aufwärts und der Nebel ist nun unser Begleiter. Alles ist Weiß in Weiß und es wird schwieriger. Wir wollten anfangs den Weg links zur Fürkelescharte nehmen und dann dort den Grat weiter zur Zufallspitze nehmen. Diesen haben wir aber übersehen und sind schon viel zu weit oben und entscheiden uns den Weg über den Gletscher weiter zu gehen. Die Spalten werden immer mehr und nun ist ein Spaltenfeld, welches uns zwingt eine kurze Kletterspassage mit den Steigeisen zu wagen. Diese überwunden geht es den Gletscher vorsichtig weiter bis wir an einen Sattel unter der Zufallspitze ankommen. Der letzte Aufstieg zum Gipfel des 3757 m hohen Zufallspitze kratzt an unserer Kondition. Der Blick von hier aus wäre toll, wenn uns nicht der Nebel einen Strich durch die Rechnung machen würde. Wir verweilen nicht lange, weil der Tag noch lang ist und die Wettervorhersagen unsicher. Somit geht es wieder den Weg kurz zurück und nehmen den nächsten Gipfel ins Visier. Der höchste Punkt unserer Tour der Cevedale. Wieder werden die Steigeisen angelegt und es geht einen sehr schmalen Schneegrat entlang. Schwindelfreiheit und Angst sollte man hier keine haben, denn sollte jemand auf eine Seite stürzen, müsste der letzte in der Seilschaft die andere Seite hinunterspringen um nicht zu riskieren, dass wir alle abstürzen. Das jagt uns den nötigen Respekt ein. Diese Stelle überwunden, geht es vorbei an einer alten Geschützstellung des Weltkrieges, welche total verfallen ist. Man fragt sich, was haben die Leute hier heroben in dieser widrigen Gegend verloren. Nun erreichen wir auch den Gipfel. Ein kurzes Gipfelfoto im Nebel mehr ist nicht drinnen. Schade. Wie gehen wieder zurück bis zum Eisgrat und gehen dann den Zufallferner abwärts. Auch hier ist Abrutschen verboten. Auch der Einstieg ist im Nebel nicht leicht zu finden aber unser Bergführer kennt sich aus und bringt uns auch sicher übe diese Stelle. Nun geht es zügig den Gletscher abwärts. Gletscherspalten sind auch hier zu genüge unsere Begleiter. Auf der rechten Seite könnte man zu den 3 Kanonen gehen. Diese sparen wir uns aber heute, weil der Weg noch weit ist. Eine Rast in der Casattihütte ist noch drinnen. Wer den Cevedale nicht machen möchte, kann bei dieser Etappe den Weg nr. 150 von der Martellerhütte wählen und über das Eisseejoch zur Casattihütte gelangen. Dieser Weg ist einfacher aber Steigeisen und Sicherungsseil ist auch mit zu nehmen, obwohl wir schon manche Leute gesehen haben, die diesen Gletscherteil ohne gemacht haben. Was aber ab zu raten ist, weil gefährlich. Nun verlassen wir Südtirol und schlendern zur Pizzinihütte hinunter. Eigentlich hätten wir jetzt schon genug, aber unsere Tour geht heute noch weiter. Hinauf zum Passo Zebru in sengender Hitze verlangt von uns die letzten Reserven. Ober uns die mächtige Königsspitze lässt uns den nötigen Respekt einflösen. Nun geht es in das Zebrutal, welches verlassen vor uns steht. Eine Ruhe herrscht und es überrascht uns auf einmal ein junger Steinbock. Wir schleichen uns an um ein gutes Foto zu erhaschen. Gleich startet das Tier den Berg hinunter. Nicht weit weg, sehen wir einen noch prächtigeren Steinbock, welcher sich von uns nicht viel drausbringen lässt. Nicht weit weg, dann 4-5 weitere Steinböcke tummeln sich dem Weg entlang und wir kommen ohne dass die Tiere scheuen bis auf 3-4 Meter heran. Die Könige der Berge sind unser zweites Highlight dieses Tages. Wir wären gerne länger geblieben, aber wir haben noch ein paar Stunden Weg vor uns und wir müssen rechtzeitig auf der V. Alpinihütte ankommen. Der letzte Teil bis zur Schutzhütte zehrt an unseren Reserven und dieser Aufstieg ist echt eine Plage, weil der Schotterweg auch unfein ist. Wir sind die letzten auf der Hütte und beziehen unser Stockbett. Das Abendessen ist deftig, aber brauchen wir heute auch die Knoblauchsuppe gibt uns wieder Kraft, wie das erfrischende Bier, bevor wir erschöpft ins Bett fallenn,

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